Lesotho

Allgemeine Informationen

FLÄCHE:

30.355 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL:

2.035.000

BEVÖLKERUNGSDICHTE:

67 pro qkm.

HAUPTSTADT:

Maseru.

Einwohner:

170.000

GEOGRAPHIE:

Lesotho wird von Südafrika umschlossen. Das Königreich liegt auf dem höchsten Abschnitt der Drakensberge am Ostrand des südafrikanischen Plateaus. Das gebirgige Land wird von Tälern und Schluchten durchzogen. Im Westen senkt es sich von den Bergausläufern zu sanften Hügeln und einer Ebene entlang der Grenze; hier leben zwei Drittel der Bevölkerung. Die drei großen Flüsse Orange, Caledon und Tugela entspringen in den Bergen Lesothos.

STAATSFORM: Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) seit 1993. Verfassung von 1993. Parlament mit 80 Abgeordneten, Senat mit 33 ernannten Mitgliedern. Staatsoberhaupt: König Letsie III., seit 1996. Regierungschef: Bethuel Pakalitha Mosisili, seit 1998. Unabhängig seit 1966 (ehemalige britische Kolonie).SPRACHE: Amtssprachen sind Sesotho und Englisch.RELIGION: 44% Katholiken, 30% Protestanten, außerdem moslemische Minderheiten und Naturreligionen.

ORTSZEIT: MEZ + 1 (UTC + 2).

Geschichte im Schnelldurchlauf

Um 1820 entstand aus Flüchtlingen, die vor der Verfolgung durch den Zulu-König Tschaka im südafrikanischen Bergland Zuflucht suchten, das neue Volk der Basuto.
Bis 1870 wurde das Land von seinem ersten König Moshoeshoe I. regiert, der 1868 um britischen Schutz vor den Buren-Republiken bat (britisches Protektorat Basutoland).
1965 entläßt Großbritannien, Lesotho endlich in die Unabhängigkeit. Bei den ersten Parlamentswahlen 1965 siegte die konservative Nationalpartei (BNP) unter Häuptling Leabua Jonathan.
Am 4. 10. 1966 wurde Lesotho unabhängig. Staatsoberhaupt wurde König Moshoeshoe II.
Als sich bei Neuwahlen 1970 ein Sieg der linken Kongresspartei (BCP) abzeichnete, hielt sich Premierminister Jonathan durch Staatsstreich an der Macht.
1986 wurde Jonathan, der den südafrikanischen ANC unterstützt hatte, gestürzt. Die Macht übernahm ein Militärrat unter General Justin Lekhanya, der 1990 König Moshoeshoe absetzte.
Neuer König wurde Letsi III., ein Sohn des alten Monarchen. Wachsende Unzufriedenheit innerhalb des Militärs führte 1991 zur Ablösung Lekhanyas.
Neuer Machthaber wurde E. P. Ramaema. 1993 endete die siebenjährige Militärherrschaft in Lesotho. Die BCP gewann bei freien Wahlen alle 65 Sitze des Parlaments und stellte mit N. Mokhehle auch den Premierminister.
Auf äußeren Druck hin musste der König die von ihm im August 1994 vorgenommene Entlassung der Regierung und die Auflösung des Parlaments rückgängig machen.
Im Januar 1995 kehrte Moshoeshoe ins Amt des Monarchen zurück. Nach seinem Unfalltod 1996 wurde erneut Letsi König.
1997 verließ Mokhehle nach parteiinterner Kritik die BCP und gründete die neue Gruppierung Lesotho Kongress für Demokratie (LCD). Eine Mehrzahl der BCP-Abgeordneten schloss sich ihm an.
Nach den Parlamentswahlen 1998, bei denen der LCD unter Führung seines neuen Vorsitzenden B. P. Mosisili, der auch das Amt des Regierungschefs übernahm, erhob die Opposition den Vorwurf des Wahlbetrugs.
Es kam zu blutigen Unruhen. Im September 1998 intervenierten botswanische und südafrikanische Truppen, um die Regierung zu unterstützen.
Schließlich einigten sich Regierung u. Oppositon darauf, spätestens im Jahr 2000 Neuwahlen abzuhalten.

Lesotho - Kingdom in the Sky