Tanzania

Allgemeine Informationen

FLÄCHE:

945.087 qkm.

BEVÖLKERUNGSZAHL:

33.696.000

BEVÖLKERUNGSDICHTE:

38 pro qkm.

HAUPTSTADT:

Dodoma. Einwohner: 203.800

Der Regierungssitz befindet sich noch

in Dar es Salaam (Einwohner: 1.360.000),

der ehemaligen Hauptstadt.

GEOGRAPHIE:

Tansania liegt am Indischen Ozean und grenzt im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo und im Süden an Sambia, Malawi und Mosambik. Das tansanische Festland besteht aus der 16-64 km breiten Küstenebene mit üppiger tropischer Vegetation, der 213-1067 m hoch gelegenen Masai-Savanne im Norden und dem Hochplateau im Süden, das sich bis nach Sambia und zum Nyassa-See erstreckt. Savanne und Buschland bedecken den Großteil des Landes, Halbwüsten und fruchtbare Küstenebenen machen die verbleibende Landschaft aus. Die Binnengewässer umfassen eine Fläche von über 53.000 qkm, den größten Anteil haben die Seen des Rift Valleys, dem ostafrikanischen Grabenbruch. Die Inseln Sansibar und Pemba, ca. 45 km vor der Nordostküste, gehören zum Hoheitsgebiet.

STAATSFORM:

Föderative Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1964. Verfassung von 1977, letzte Änderung 2000. Einkammerparlament mit 232 auf fünf Jahre gewählten Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Benjamin William Mkapa, seit 1995. Regierungschef: Frederick Sumaye, seit 1995. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Unabhängig seit 1964 (Inkrafttreten der Union), ehemaliges britisches Protektorat.

SPRACHE:

Kisuaheli und Englisch. Bantu, nilo-hamitische und khoisanische Sprachen werden ebenfalls gesprochen.

RELIGION:

Moslems (35%, 97% auf Sansibar), Katholiken (33%), Protestanten (13%), Anhänger von Naturreligionen und hinduistische Minderheit.

ORTSZEIT: MEZ + 2 (UTC + 3).

Geschichte im Schnelldurchlauf

Die Geschichte von Tansania reicht bis in prähistorischen Zeiten zurück.

Der Anthropologe Leakey entdeckte 1959 in der Olduvai-Schlucht am südlichen Rand der Serengeti-Ebene Überreste eines Skelettes, das er "Zinjanthropus Boisei" nannte. Spätere Untersuchungen ergaben, dass dieser Fund etwa 1,7 Millionen Jahre alt ist. Bereits um 3000 v. Chr. erreichten Ägypter, Araber, Perser und Inder die Küste Ostafrika. Zwischen dem 1. und dem 12. Jahrhundert n. Chr. gewann das Sultanat von Kilwa auf Kiswani, einer Insel, die auf halbem Wege zwischen Dar-es-Salaam und Lindi liegt, immer mehr an Bedeutung.

Der Sultan von Kilwa beherrschte einen großen Teil der ostafrikanische Küste, bis hin nach Sofaha, in der Nähe des heutigen Beira in Mozambique gelegen. Als im Jahre 1498 Vasco da Gama die ostafrikanische Küste erreichte, war es der Beginn der portugiesischen Herrschaft entlang der Küste Ostafrikas. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts beherrschten sie den Handel.
Nachdem die Portugiesen den Handel beherrschten, kam es unweigerlich zur feindschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen Arabern, Türken und Portugiesen.

1698 eroberten die Araber Kilwa und ein Jahr später das Fort Jesus in Mombasa. Durch den Verlust dieser beiden Handelsstationen waren die Portugiesen gezwungen, sich nach Mozambique zurückzuziehen. Den Handel bestimmten wieder die Araber.

Etwa 1840 an begannen die Araber, Karawanen ins Innere zu senden, damit deren Sicherheit gewährleistet war, schlossen sie Verträge mit verschiedenen Stammesfürsten ab, die ihnen dadurch freies Geleit gewährten. Sie dankten Ihnen dadurch, dass sie die einheimische Bevölkerung versklavten, diese mussten das Elfenbein an die Küste tragen, um selbst dann weiter verkauft zu werden.

1856 wurde die Insel Sansibar und die gegenüberliegende Festlandküste ein selbstständiges Sultanat.

1884 reisten Dr. Carl Peters, Graf Otto Pfeil, Dr. Carl Juhlke und August Otto nach Sansibar. Peters schloss auf dem Festland zwölf Schutzverträge mit einigen Häuptlingen ab. Wonach diese ihr Gebiet unter deutschen Schutz stellten.

Im Februar 1885 wurden die Gebiete zum deutschen Territorium erklärt.

1890 kaufte die deutsche Regierung einen zehn Meilen breiten Küstenstreifen vom Sultan von Sansibar für 200 000 Pfund ab. Dadurch gelangte sie in den Besitz des ganzen Festlandes. Das Gebiet von Deutsch-Ostafrika stand seit Abschluss der Verträge mit Peters bis 1891 unter Kontrolle der "Deutsch-Ost-Afrika Compagnie".

1891 wird Tanganjika deutsche Kolonie, Verwaltungshauptsstadt wir Dar-es-salaam Nachdem 1. Weltkrieg wir verliert Deutschland seine Kolonien.

1920 wird das frühere Deutsch-Ostafrika aufgeteilt, ein kleiner Teil als Rwanda-Urundi geht an Belgien der Rest Tanganjika an Großbritannien.

1946 wird Tanganjika zum UN-Treuhandgebiet

1954 Gründung der "Tanganjika African Nation-Union (TANU) 1.5. 1961 erlangt es seine innere Autonomie
Am 9. Dezember 1961 der Tag der Unabhängigkeit Tanganjika, auf dem Tag genau ein Jahr später wird es zur Republik erklärt und Mitglied im Commonwealth.

10.Dezember 1963 Unabhängigkeit Sansibars bereits Mitte Januar 1964 beendet eine Revolution beendet die arabische Vorherrschaft.

27.April 1964 Zusammenschluss von Tanganjika und Sansibar das Land erhält den Namen Tanzania.
1967 wurde die "Grundsatzerklärung von Arusha" (Arusha-Declaration) abgegeben. Sie kündigte den Aufbau eines eigenständigen tansanischen sozialistischen Staates an und beschrieb "Ujamaa" "Familienschaft" und "self-reliance" (Selbstvertrauen) als dessen Grundlagen. Sozialer Ausgleich zwischen allen Bevölkerungsgruppen, Befriedigung der Grundbedürfnisse für alle Gewährleistung der Menschenrechte, größtmögliche wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland, Kontrolle der wichtigsten Produktionsmittel durch den Staat, Antikolonialismus und strikte Blockfreiheit.

Januar 1971 Spannungen mit Uganda nach dem Sturz von Präsident Obote (25.1.71)

April 1972 Ermordung Scheich Karumes auf Sansibar

1974 Dodomo wird neue Hauptstadt Tansanias

Oktober 1975 Die Eisenbahnstrecke Tansania-Sambia wird eröffnet.

5. Februar 1977 Gründung der Einheitspartei CCM (Chama Cha Mapinduzi) Zusammenbruch der East Africa Airways führt zur praktischen Auflösung der Ostafrikanischen Gemeinschaft Oktober 1978 Grenzkrieg mit Uganda April 1979.

Der Einmarsch tansanischer Truppen nach Uganda, bewirkt den Sturz Idi Amins Oktober 1980 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen.

Präsident wird Julius Nyerere.

1985 Julius Nyerere tritt als Präsident zurück, Ali Hassan Mwinyi wird sein Nachfolger als Staatspräsident.

1990 wurde Ali Hassan Mwinyi bei den Präsidentenwahlen nach offiziellen Angaben mit 95,5% der Stimmen im Amt bestätigt; Salmin Amour mit 97% der Stimmen zum Präsidenten der Inselrepublik Sansibar gewählt.

1995 finden die ersten Mehrparteien-Wahlen statt, aus der die Oppositionsparteien CCM, als Sieger hervorgeht. Nachfolger Mwinyis und Präsident wird Benjamin Mkapa (CCM).
14.10. 1999 stirbt Julius Nyerere, mit 77 Jahren in einem Londoner Krankenhaus. Am 21. Oktober fand im Nationalstadion von Dar-es-Salaam die Staatsbeisetzung statt.

2000 werden in Tansania zum zweiten Mal Mehrparteienwahlen durchgeführt.


Tanzania - der Inbegriff für ein Erlebnis

Kilimanjaro der Berg des Wassers

Serengeti - die endlose Ebene

Zanzibar - Korallenriff und struppige Burschen