Zanzibar – eine Mischung aus Naturschönheiten, Wäldern, wunderbaren Stränden und reichen Kunstschätzen

Aus einem Schatz geboren

... und das Meer forderte der Königin von Saba das Versprechen ab, dass sie zurückkehren werde. Die Königin löste die Perlenkette von ihrem Hals und gab sie, zur Besiegelung des Ehrenworts, ins Wasser. Das Meer sagte, es sei nicht genug. Daraufhin warf die Königin zwei Schatzkisten in die See. Diese Kisten sprangen auf und aus dem Schatz entstand der Archipel Zanzibar. Zauberhaft und geheimnisvoll wie die Legende ihrer Entstehung, zeigt sich die Inselgruppe vor Tanzania etwa vierzig Kilometer vom ostafrikanischen Festland entfernt im Indischen Ozean. Zu Zanzibar gehören sowohl die beiden größeren Inseln Unguja, besser bekannt als Zanzibar und Pemba, wie auch mehrere kleinere wie beispielsweise Tumbatu, Uzi, Pungume, Kwale und Vundwe. Der Name Zanzibar entstammt der arabischen Sprache. Er setzt sich zusammen aus den Worten "Zenj" –schwarze Menschen - und "barr" – Land – und ergibt - das Land der schwarzen Menschen -.

Kultur- und Küchenschätze

Die Mischung aus Naturschönheiten, Wäldern, wunderbaren Stränden und reichen Kunstschätzen macht Zanzibar, fernab vom Massentourismus, einzigartig. Berühmt als Gewürzinsel war sie einst das kommerzielle Zentrum Ostafrikas, jedoch auch der letzte Ort, in dem der Sklavenhandel abgeschafft wurde. Heute zeigt sie eine Kombination alter islamischer Ruinen, stattlicher arabischer Häuser mit weiten, von Palmen gesäumten, weißen Sandstränden und kleinen Buchten. Der blaue Ozean bietet im warmen, klaren Wasser idyllische Inseln exzellenter Riffe zum Schnorcheln und Tauchen, zudem ausgezeichnete Voraussetzungen für Hochseefischer, Wassersportler und natürlich köstlichen frischen Fisch. Auf den Gewürzplantagen gedeihen Gewürznelken, Zimt, Muskatnuss, Vanille, Kardamom und andere Kostbarkeiten für die Gourmets und Küchenchefs der ganzen Welt.

Ethnischer Mix

Zanzibars Bevölkerung ist eine beispiellose Mischung unterschiedlicher ethnischer Herkunft, die für ihre Geschichte bezeichnend ist. Der Islam ist die dominierende Religion, der von 97 Prozent der Zanzibaris, wie die Bewohner genannt werden, ausgeübt wird. Der Rest sind Christen, Hindus und Sikhs. Etwa hunderttausend der achttausend Einwohner leben in der Hauptstadt Zanzibar. Die Sprache der Zanzibaris ist das auch in Ostafrika weit verbreiteti Swahili. Viele behaupten auf Zanzibar, dem Geburtsort dieser Sprache, würde sie in ihrer reinsten Form gesprochen.

Struppige, lebhafte Burschen

Es gibt keine großen Raubtiere auf Zanzibar. Die Waldgebiete, wie beispielsweise Jozani, werden von Affen, Buschschweinen und kleinen Antilopen bewohnt. Gerüchten nach, geht der Zanzibar Leopard in diesem dichten Wald nachts auf Futtersuche. Das letzte Mal wurde eines dieser äußerst seltenen Exemplare vor einigen Jahren gesichtet. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Reservat nur während des Tages geöffnet ist. Ebenfalls selten und zudem ausschließlich auf Zanzibar heimisch ist der Red Colobus Monkey. Diese struppigen, lebhaften Burschen bieten jederzeit ein außergewöhnliches Fotomotiv. Wesentlich häufiger sind verschiedene Mungoarten, die auf der ganzen Insel vertreten sind, anzutreffen. Die Vogelwelt ist besonders Artenreich und die große Anzahl unterschiedlicher Schmetterlinge, vor allem in den ländlichen Gebieten, ist erstaunlich. Die östliche Küste ist umgeben von Korallenriffen und reich an Meerestieren, ein idealer Ort zum Tauchen und Schnorcheln.

Sanfter Tourismus

Die Hauptwirtschaftszweige der Bevölkerung sind die Fischerei und die Landwirtschaft. Einst war Zanzibar der weltweit größte Erzeuger von Gewürznelken, darauf basierte das hohe Einkommen seiner Wirtschaft. Obwohl Gewürznelken immer noch, zusammen mit Kokosnussprodukten und Gewürzen in großem Maße exportiert werden, ist es kennzeichnend, dass der Tourismus der Hauptdevisenbringer ist. Mit weniger als 100.000 Touristen jährlich ist das Potenzial für diese Branche relativ unberührt. Mit viel Sensibilität wird der Tourismus ausgebaut, um sowohl den Besuchern als auch den Inselbewohnern gerecht zu werden, ohne dabei den Zauber und die Romantik, die Zanzibar eigen ist, zu zerstören.

Foto: HADIT


Korallenriffs und struppige Burschen