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Die Provinzen Südafrikas

KwaZulu Natal

KwaZulu Natal ist mit 92,1 Quadratkilometern (7,6 % SA) die drittkleinste Provinz Südafrikas, die 10,26 Millionen Einwohner machen 20 % der Landesbevölkerung aus.
Die Provinzhauptstadt ist Pieter-Maritzburg.

Südafrikas am dichtesten besiedelte Provinz ist das Heim der Zulu Nation. Geographisch variiert sie im Osten mit traumhaften Sandstränden und im Westen mit den atemberaubenden Anhöhen der Drakensberge. Rekrutierend aus der Geschichte dieser Region ist ein faszinierender kultureller Mix aus Briten, Buren, Indern und Zulus entstanden.
Diese Tatsache bietet dem Touristen, neben den Game Reserves und den Stränden zusätzlich attraktive und interessante Ziele.

Zuckerrohr und Milch

Die Wirtschaft der Provinz ist abhängig von der Landwirtschaft, schwerpunktmäßig bestehend aus dem Anbau von Zuckerrohr und Molkereiprodukten. Der ständig wachsende Tourismus nimmt wirtschaftlich gesehen einen hohen Stellenwert ein. In KZN werden 14,9 % des BIP erwirtschaftet. Durban ist mit seinem rapide wachsenden städtischem Gebiet und seinen 1,9 Mill. Einwohnern die zweitgrößte Stadt Südafrikas.

Klimazonen überlappen sich

Das subtropische gemäßigte Klima macht KZN zu jeder Jahreszeit attraktiv. Entlang der Nataler und Zululandküste ist das Baden im Indischen Ozean das ganze Jahr über möglich. Im Norden der Provinz überlappen die Klimazonen des tropisch feuchtheißen Nordens und des trockenen, subtropischen Sommerregengebietes. An den Ausläufern des Lebombo- Gebirges kommt es häufig zu schweren Sommergewittern die nicht immer Regen mit sich ziehen. Auf Grund der langen Trockenperioden ist eine Landwirtschaft kaum möglich.

Feuchtwarmes Küstenklima, trocken und warm

Entlang der Küste herrscht ein ständig feucht warmes Klima vor. Die Feuchtigkeit stammt aus dem indischen Ozean und wird mit östlichen Winden in das Landesinnere getragen. Die heißen, feuchten Sommertemperaturen werden durch eine ständige Meeresbrise gemildert. Die Winter sind Mild und überwiegend trocken. Die Küstenregion ist nebelfrei. In den zwischen der Küste und den Drakensbergen gelegenen Midlands sind die Temperaturen gegenüber dem Küstenland gemäßigter. Während die Sommer heiß mit reichlich Niederschlägen für fruchtbaren Boden sorgen, ist es in den Winternächten kalt.
Es kann sogar zu Nachtfrösten kommen, tagsüber ist es dann trocken und warm. An den Drakensbergen wird die von der Küste kommende Luft zum Aufsteigen gezwungen und kühlt sich dabei ab. Durch den mitgeführten Wasserdampf, der dabei kondensiert, bilden sich Wolken und Nebelbänke. Während der Sommermonate kommt es hier, meist am frühen Morgen und späten Abend zu besonders vielen Regenfällen. Diese sind nicht selten von starken Gewittern begleitet. In den Wintermonaten können die Niederschläge auf den Höhen der Drakensberge als Schnee herunter kommen.

Der kleine Bruder aus Basalt

Westlich des Küstenstreifens eröffnet sich, vom Umgeni Fluß durchzogen, das landschaftlich spektakuläre „Tal der 1000Hügel“, unzählige, sanft gerundete, grüne Erhebungen und tiefe Flussebenen.
Den westlichen Teil des Tales überragend zeigt sich die flache, massive Spitze des Nataler Tafelberges, dem kleinen Bruder des bekannten Tafelberges am Kap.

Von seiner Plateauhochebene bietet sich dem Betrachter bei klarer Sicht das phantastische Panorama des Tales, ostwärts ca. 50 Kilometer bis zur Küste und westlich ca. 120 Kilometer, über die Midlands hin zu den Drakensbergen.
Unweit der Provinzhauptstadt Pietermaritzburg, bei Howick, stürzt sich der Umgeni Fluß über 95 Meter in den Abgrund. Drei weitere Wasserfälle befinden sich ganz in der Nähe.
Entlang der Midlands Meander schlängelt sich die Straße durch immergrüne Hügel und Täler.

Nach einigen Kilometern erheben sich die majestätisch anmutenden Drakensberge, die in Natal ihren höchsten Punkt von über 3000 Metern erreichen.

Der Natal Drakensberg Park umfaßt eine Gesamtfläche von ca. 2430 qkm. In diesem Naturreservat werden mehr als 2000 verschiedene Pflanzenarten, darunter 900 Blütenpflanzen, geschützt.

Im Herzen des Königreiches, Natur erleben

Im Norden der Provinz bietet das Zululand mit seiner üppigen Vegetation ideale Voraussetzungen für die artenreiche Tierwelt.

In diesem Gebiet liegen auch die eindrucksvollen Wildreservate und um einige zu nennen, hält der Hluhluwe Umfolozi Park, als der älteste und einer der größten Wildreservate Südafrikas, unter anderem die „großen Fünf“ (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) in urwüchsiger Natur bereit.

Der Welt größtes Meeresschutzgebiet

Das größte Meeresschutzgebiet in Afrika, das St. Lucia Wetland Reservat, ist 1999 zum Welterbe ernannt worden.

Flußpferde, Krokodile und unzählige Wasservögel beispielsweise Flamingos, Pelikane, Reiher und Schreiseeadler sind hier beheimatet. Im Mkuzi Wildreservat kommen vor allem die Vogelbeobachter auf ihre Kosten.

Durch die Überlappung der Klimazonen findet er hier Vogelarten der tropischen, sowie der subtropischen Gebiete.

KwaZulu Natal hat neben mannigfaltiger Natur und Landschaft vieles mehr zu bieten und zudem ein gut ausgebautes Straßennetz. Diese Tatsache macht es einfach das gewünschte Ziel binnen kürzester Zeit zu erreichen.