Durban das Tor zum Inland

Noch etwa in der Mitte des 19.Jahrhunderts lag Durban, geschützt vor dem Ozean durch eine dicht bewachsene hohe Düne, an einer großen natürlichen Lagune. Die vorhandenen Mangroveninseln waren ein ideales Brutgebiet für Wasservögel. Im Schlamm tummelten sich Krokodile und Flußpferde und neben vielen anderen Wildtieren stampften Elefanten durch die Küstenwälder.

Aus der Kapkolonie kommend hatten sich 1823 die ersten weißen Händler niedergelassen und die zunehmende Besiedlung veränderte die Landschaft. Nach einer bewegten Geschichte ist Durban heute mit seinen ca. 800.000 Einwohnern, nach Kapstadt und Johannesburg, die drittgrößte Stadt Südafrikas. Als Tor zum Inland mit dem wichtigsten und größten Hafen des Landes, zeigt sie sich nicht allein als Handels- und Industriestandort von größter Bedeutung, sondern dank des Internationalen Flughafens und dem gut ausgebauten Straßennetz zudem auch als ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Mit jährlich über zwei Millionen Touristen ist die Stadt, zusammen mit ihren Einzugsgebieten, zur Ferienmetropole des Landes geworden. Entlang der "Golden Mile" genießen Urlauber wie auch Einheimische an breiten Sandstränden das milde Wasser des Indischen Ozeans. Surfer, Schwimmer und Angler kommen hier voll auf ihre Kosten. Entlang der Promenade, gesäumt von Hotels, Restaurants und Bars der unterschiedlichsten Kategorien, bieten der Schlangenpark, Sea World, Minitown und der ganzjährige Rummel mit einem kleinen Sessellift zusätzliche Abwechslung.

Die ursprünglich aus Japan eingeführten Rikshas, werden von phantasievoll gekleideten Rikshapullern gezogen und gehören seit über hundert Jahren zu Durban´s Stadtbild. Im historischen Kern der Stadt, mit seinen alt ehrwürdigen Gebäuden und dem Playhouse welches fünf Spielstätten für Oper, Schauspiel und Konzert vorzuweisen hat, sind einige der Großen Museen zu finden. Unbedingt sehenswert ist das beeindruckende Gebäude des Rathauses, mit seinen Säulen und den mit Kupfer bedeckten Kuppeln. Das zweitgrößte Kunstmuseum des Landes, die "Durban Art Gallery", sowie das Naturkunde- Museum sind in seinen Räumen zu finden.

Mit der Technischen Hochschule, eigener Universität, dem Internationalen Kongreßzentrum und der ethnischen Vielfalt zeigt sich Durban als moderne und pulsierende Großstadt. Ein buntes Völkergemisch, aus Schwarzen, Weißen und vor allem Indern, die fast die Hälfte der Einwohner ausmachen, ist ständig in Bewegung. Das Zentrum des geschäftigen indischen Viertel bildet die Grey Street.

Die größte Moschee der südlichen Hemisphäre, die Jumah Mosque, hat hier ihren Standort. Allein 20% der in Durban lebenden Inder sind Muslims. Eine reizvolle Mischung aus Afrika und Orient verleiht der Victoria Markt mit seinen exotischen Gewürzen und den kleinen Läden mit Kunst und Kitsch.

Am nordwestlichen Rand der Innenstadt liegt der Botanische Garten mit seiner unvergleichlichen Sammlung einheimischer und exotischer Pflanzen. Neben den großen Sportanlagen wie dem Rugby- und Fußballstadion, den großartigen Golfplätzen und der Pferderennbahn ist Durban gespickt mit Parks und Grünanlagen. Die meisten Straßen sind gesäumt mit Palmen und blühenden Bäumen und lassen fast vergessen, daß man sich inmitten einer Großstadt befindet.

Bilder:
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