Der Löwe - Afrikas Richter der Tiere

Unter den Menschen in Europa herrscht weitestgehend der Glaube, dass der Löwe der König der Tiere sei.

Nicht so in Afrika. Dort wissen die Menschen, dass es viele andere Tiere gibt, wie beispielsweise das Flusspferd, den Elefant und das Nashorn, die wesendlich mächtiger und gefährlicher sind als der Löwe.


Vielmehr verehren die Afrikaner den Löwen als den Richter der Tiere. Der Richter, der schwache Antilopen aussondert, indem er sie frisst und „verrückte“ Hyänen indem er sie tötet.
Um zu sagen, dass die Gerechtigkeit immer den Missetäter überholen wird, gebrauchen die Afrikaner folgende Redewendung: „Die Hyäne, die andere Tiere veranlaßt zu weinen, wird die schwere Pfote des himmlischen Löwen fühlen, die auf sie fällt.“ Obwohl die meisten afrikanischen Stämme den Löwen verehren und bewundern, gibt es einige die dieses edle Tier für die Reinkarnation des Bösen halten. Dabei handelt es sich um jene Gruppen, die große Herden von Rinder halten, der favorisierten Löwennahrung.

Von den afrikanischen Schamanen und traditionellen Heilern wird der Löwe das Raubtier der "tausend Omen" genannt.

So sagen sie beispielsweise, kreuzt ein Löwe den Weg eines Reisenden von links, so wird dieser Mann am Ende seiner Reise großen Reichtum erwerben.

Ein gutes Omen ist ebenfalls, an einem sich paarenden Löwenpaar vorbeizukommen.

In diesem Fall bedeutet es für den Reisenden, dass er eine Prinzessin oder eine wohlhabende Frau heiraten wird.

Von einem Löwen auf einen Baum gejagt zu werden, ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern gilt zudem als ein schlechtes Omen.

Es bedeutet, falls der Reisende jemals von dem Baum herunterkommt und sein Ziel erreicht, wird er mit dem Stammesführer Schwierigkeiten bekommen.
Einige Zulus nennen den Löwen Ibhubesi, was soviel bedeutet wie der entscheidende Herrscher, oder Richter, während andere Zulusprachige das Raubtier 'Ingonyama' oder 'Ingwenyama' nennen.

Dieser Name ist aus dem Glauben geboren, dass der Löwe zwei Tiere in einem ist - ein Fleisch fressendes Tier „Ingo oder Ingwe“ und gleichzeitig ein Grasfresser „Nyama“.

Was bringt sie dazu so etwas von einem Löwen zu glauben?

Die Antwort liegt in dem Erscheinungsbild dieses Tieres. Es trägt an einem Ende seines Körpers eine Quaste an der Schwanzspitze, gleich dem des Bullen und vorne den Kopf, die Augen und die Zähne eines Fleischfressers.
Der getrocknete Dung des Löwen, zählt ebenso wie die von ihm nach Katzenart hervorgewürgten Haarkugeln zu den Dingen denen in der afrikanischen Magie die stärkste Kraft nachgesagt wird.

Löwendung wird gebraucht um über tyrannische Vorgesetzte zu dominieren und die Haarkugeln gelten als Glücksbringer für Spieler und in Herzensangelegenheiten.

Afrikanische Stammeskönige schliefen für gewöhnlich auf Löwenfellen, um sich vor ??? (Mantindane) und „grauen Ausländern“ zu schützen.

Foto:
Hadit

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