Sani Pass – Das Nadelöhr zum Königreich

Über die Passstrasse, mit atemberaubenden Haarnadelkurven, zum höchstgelegenen Pub in Afrika.

Hübscher kleiner Berg

Mitten durch das Gebiet des Mzimkulwana Natur Reservates der Drakensberge schlängelt sich eine der höchsten Pass-Straßen der Welt. Der 2895 m hohe Sani Pass führt zur Grenze zwischen Südafrika und dem Königreich Lesotho. Am Sani Pass Hotel beginnend, ist der Pass selber etwa 25 Kilometer lang und endet an der Grenze nach Lesotho. Auf dieser relativ kurzen Strecke klettert die Straße um rund 1000 Meter an. Nördlich des Passes, auf der Lesotho Seite, liegt der Thabana Ntlenyana – in der Sprache der Basotho bedeutet es sinniger Weise, hübscher kleiner Berg. Mit seinen 3482 Metern ist er der höchste Gipfel im südlichen Afrika. Archäologen fanden heraus, dass in diesem Gebiet bereits vor 7600 Jahren Spätsteinzeitmenschen lebten. Benannt ist der Pass nach den San (Buschmänner) die zum Teil über diesen Weg sowohl vor den afrikanischen, als auch vor den europäischen Verfolgern flohen. Es war ursprünglich ein Teil ihres Jagdgebiets. Zeugnisse dafür sind in den zahlreichen Felsmalereien zu finden.

Höchstgelegene Pub in Afrika

Als einziger Weg über die Drakensberge, wie ein Nadelöhr zwischen Lesotho und Natal, wurden mit Hilfe von Mulis und Eseln Wolle, Lebensmittel und andere Güter u.a. von den Basotho über diesen beschwerlichen Weg transportiert. Der 1913 eigentlich als Reitweg, von einem Händler namens James Lamont, eingerichtete Pfad, wurde 1955 vom regelmäßigen Jeep Service übernommen, um Passagiere und Güter zu befördern. Das letzte Stück des Passes ist nur für Geländefahrzeuge zugänglich. Hier in schwindelerregender Höhe befindet sich das Sani Top Chalet, mit dem höchstgelegenen Pub in Afrika. Übernachtungen sind im Haupthaus mit den besseren Zimmern, oder im Nebengebäude für Rucksackreisende möglich. Während des Winters ist hier hin und wieder sogar kurzzeitig Skilauf realisierbar. Unabhängig von der Jahreszeit bietet sich dem Besucher, bei klarem Wetter, ein großartiger Blick auf die sanft hügelige Landschaft KwaZulu Natals.

Waghalsiger Standort

Die Vegetation an den Steilhängen der atemberaubenden Haarnadelkurven, im letzten Drittel des Passes nach Lesotho, überwiegt mit niedrigem Gebüsch. Wasserfälle stürzen sich über die Klippen und an den grünen Hängen blühen unzählige Pflanzen. Die lange als „Zwölf Apostel“ bekannte Steilwand ist zum Greifen nah. Risse im Felsen halten den Boden feucht und rutschig, und genau hier wächst die sogenannte Selbstmordgladiole. Sie genießt, auf Grund ihres waghalsigen Standortes, ein wenig den Ruf des sagenumwobenen Edelweiß. Etwa drei Kilometer vor der Grenze schaut man links in ein Gebiet, das zur Weihnachtszeit, in guten Regenjahren, ein Meer von Fackellilien zeigt. Diese wiederum ziehen die in der Sonne glänzenden Malachitnektarvögel an. Ferner leben hier Kapgeier, Kaffernadler, Kampfadler und Steifenschakal. Bei Touren zum Sani Pass ist es ratsam sich einem erfahrenen und registrierten Tourguide anzuvertrauen.

Idealer Ausgangspunkt

Inmitten der Bilderbuchlandschaft eignet sich das kleine verschlafene Örtchen Himeville, am Fuße der Nataler Drakensberge, hervorragend als Ausgangspunkt für Touren ins Gebirge. Genau hier beginnt auch die Straße, die direkt zum Sani-Pass führt. Ein breit gefächertes Freizeitangebot reicht von Wandertouren, per pedes oder per Pferd, über Flussfahrten mit Schlauchbooten bis hin zum Angeln. Herzstück des Ortes ist ein Fort, dass von schottischen Steinmetzen 1893 aus lokalem Sandstein errichtet wurde. Das Lokal Museum, es wurde bis 1972 als Gefängnis genutzt, zeigt u.a. Reproduktionen von verschiedenen Felsenmalereien der San, wie auch Kunsthandwerk der Zulu, Basotho und Xhosa. Etwa zwei Kilometer von Himeville entfernt liegt das 105ha große Himeville Natur Reservat. Zwei gut mit Forellen bestückte Seen sind vor allem bei den Angern sehr beliebt. Nur wenige Minuten entfernt befindet sich das Mgeni Vlei. Es ist das Brutgebiet des Klunkerkranichs. Je nach Jahreszeit kann man hier auch Weißstörche und Kronenkraniche antreffen.

Photo:HADIT, Thabatours

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