Wirtschaftliches - Résumé
seit 1994

Nach den ersten freien Wahlen in Südafrika, also vor gerade mal vor 12 Jahren, übernahm die neue Regierung ein Land, dass mit dem schweren Erbe der Apartheid und deren Folgen fertig werden musste.

Das schwere Erbe

Erst seit 1991 wurden die Staatsschulen für alle Volksgruppen zugänglich. Seit Aufhebung der Rassentrennung hat sich der Anteil der afrikanischen Studenten an den 20 Universitäten zwar erheblich erhöht, jedoch ist das Analphabetentum, besonders unter der afrikanischen Bevölkerung, noch weit verbreitet. Die Schulen sind nicht durchweg kostenlos und somit mit großen Opfern der Familie, wenn überhaupt, zu finanzieren. Ohne ausreichende Qualifikation kein gut bezahlter Job, ein Teufelskreis.
Durch die hohe Arbeitslosigkeit werden alle wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsprogramme Südafrikas stark belastet. Gründe für die fehlenden Arbeitsmöglichkeiten sind u.a. die bereits erwähnte mangelhafte Ausbildung vor allem der farbigen Bevölkerung, Rationalisierungsmaßnahmen in den Betrieben, Kapitalabflüsse und nicht zuletzt die Bevölkerungszunahme.
Ein weiterer großer, nicht außeracht zulassender Aspekt ist die hohe Aidsrate.(dazu später ein zusätzlicher Bericht.)
Die großen Betriebe sind mit der Demokratisierung nicht verstaatlicht worden, was zum Teil zur Folge hatte, dass viele die Devisen direkt ins Ausland schafften.

Keine Aufbauhilfe

Zudem hatte Südafrika nach Ende der Apartheid nicht das Glück wie Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg Aufbauhilfe zu bekommen. Die Investoren, vor allem aus Europa und Amerika, verhalten sich nach wie vor misstrauisch.
Als man vor 130 Jahren begann Gold und Diamanten abzubauen, hielt man dies für die unerschöpfliche Quelle des Reichtums. Die Ausbeutung der Minen und die ständig fallenden Weltmarktpreise haben zu einem starken Einbruch auf dem Goldsektor geführt. Bereiche wie z.b. der Tourismus könnte zunehmend einen Beitrag zur Verbesserung der Lage leisten. Allein schon durch die Devisen und die Schaffung von Arbeitsplätzen auf dem Dienstleistungssektor.

Reform- und Entwicklungsfreudig

Die Regierung arbeitet angestrengt an wirtschaftlichen Reform- und Entwicklungsmaßnahmen und es wäre schön und wünschenswert, wenn die vielen menschlichen und wirtschaftlichen Wölfe und Ausbeuter des Landes ein wenig mehr Verantwortung zeigen würden. Dies gilt im übrigen für ganz Afrika. Demokratie und Zusammenwachsen vieler Kultur- und Völkergemeinschaften muss erst erlernt werden und ist immens kostenintensiv, wer wüsste das nicht besser als die Deutschen, denn 12 Jahre nach der Wiedervereinigung sind immer noch enorme Probleme zu bewältigen. In wirtschaftlichen als auch in menschlichen Bereichen

Armut nicht gleich Armut

Auch hier ein gewaltiger Unterschied, wenn in Deutschland von Armut geredet wird, dann ist es die Armut am Rande des Luxus.
Wenn in Afrika von Armut die Rede ist, so ist damit etwas gemeint, was man sich in Europa des 21. Jahrhunderts nicht mehr vorstellen kann, wenn eine Mutter glücklich darüber ist in Mülltonnen etwas zu essen gefunden zu haben, glücklich zu sein während der Nacht etwas schützendes über den Kopf zu haben, sauberes Wasser zum Essenkochen und zum Trinken, etwas zum Anziehen für sich und die Kinder.
Eine Hoffnung für die Zukunft, Sozialversicherungen befinden sich im Aufbau. Diese Hoffnung wird stark getrübt und gefährdet durch AIDS
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Weitere aktuellen Informationen bei UNICEF.

Photo: ANC, Southafrica


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