Südfafrikas Wildparks
Hluhluwe Umfolozi

Mitten in Zululand

Mitten in Zululand, etwa 250 Kilometer von Durban entfernt, liegt eines der größten Wildreservate Südafrikas. Nach dem Zusammenschluß der beiden ältesten, 1895 gegründeten Reservate Hluhluwe und Umfolozi kam im Jahr 1989 der dazwischen liegende "Korridor" hinzu. Der Park umfaßt gegenwärtig eine Fläche von fast 1000 qkm. Auf dem Gebiet des Umfolozi Teils befanden sich vormals die Jagdgründe der Zuluherrscher und später diente es als Tummelplatz für europäische Elfenbein- und Sportjäger.

Nanganaseuche

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Existenz der Wildreservate stark gefährdet. Für die Verbreitung der tödlichen Naganaseuche unter den Rinderherden machten die anliegenden Farmer die Wildtiere verantwortlich und setzten schließlich 1929/30 den reihenweisen Abschuß und somit die Vernichtung der Wildbestände in Zululand durch. Über 96.850 Tiere wurden bis 1950 erlegt. Lediglich die Breitmaulnashörner wurden von den Niederschlachten verschont. Erst nachdem das umstrittene, giftige Insektizid DDT erfolgreich gegen die, Naganaseuche übertragende, Tsetsefliege einsetzt wurde, konnten die Reservate bzw. die Tiere gerettet werden.
Die offene Savanne wird an manchen Stellen von dichtem Dickicht unterbrochen. Davon profitieren in erster Linie Impalas, Nyalas und Kudus. Um gegen das Vordringen der Verbuschung vorzugehen, bemühte man sich mit Hacke und Spaten das undurchdringliche Dickicht zu lichten. Der Erfolg war recht dürftig. In den 80er Jahren begann man damit junge Elefanten aus dem Krüger-Park hier anzusiedeln, diese gingen wesentlich effizienter dagegen vor.
Die beiden Teile des Parks zeigen sich von der Atmosphäre her recht unterschiedlich.

Tropische Galeriewälder

Hluhluwe wirkt mit seinen Galeriewäldern und dichtbewaldeten Hügeln eher tropisch.
Die Landschaft des doppelt so großen Umfolozi Reservates zeigt sich wesentlich offener. Es liegt zwischen dem schwarzen und dem weißen Umfolozi Fluß. Eine Folge starker Erosion in den außerhalb des Parks liegenden dichtbesiedelten Gebieten ist, daß der weiße Umfolozi nicht mehr ganzjährig Wasser führt. Maßgeblich dafür war auch der Wirbelsturm Demonia, der den Galeriewald mit seinen monumentalen Sykomoren zerstörte.

Der Hluhluwe Umfolozi Park ist heute an biologischer Vielfalt kaum zu übertreffen. Er präsentiert sich mit ca. 400 Vogel- und mit über 50 Säugetierarten unter ihnen die "Big Five". Der Park wurde weltberühmt durch die Rettung der beiden Nashornarten. 1922 waren gerade noch etwa 20 Exemplare übrig geblieben. Heute beherbergt der Park ca.2000 Breitmaul- und ca.300 Spitzmaulnashörner. Über 4000 der schwergewichtigen "Rhinos" wurden bereits an andere Parks abgegeben.

Abechslungsreich und urwüchsig

In abwechslungsreicher und urwüchsiger Landschaft, zwischen 60 und 550 Meter Höhe, lassen sich hervorragende und unvergeßliche Pirschfahrten unternehmen. Auf 214km gut befahrbaren und miteinander verbundenen Straßen und Pisten sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tierbeobachtung gegeben.

Die zum Teil dichte Vegetation, mit 1250 verschiedenen Pflanzenarten, erhöht zusätzlich die Spannung des Aufspürens. Jede Kurve hält eine neue Überraschung bereit. Übernachtungsmöglichkeiten in den verschiedenen Camps, innerhalb des Parks machen es möglich bereits in den frühen Morgenstunden auf Entdeckungs-tour zu gehen.


Von der Rundhütte, über das Safari-Camp bis hin zur Bushlodge stehen dem Besucher verschiedenartige Unterkünfte zur Auswahl.


Photo: HADIT

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